Unsere Geschichte
1989 — Vom See war noch nichts zu sehen
Als unsere Eltern diesen Schafstall aus den 1960er-Jahren kauften, war die Familie gerade aus der Schweiz angekommen. Dort war alles streng geregelt; hier war Freiheit. Aber eine Freiheit, die man sich verdienen musste: der Ort lag unter dem Schutt des früheren Eigentümers vergraben — mehrere Lastwagen, um alles abzutragen — und im Schafstall selbst hatte sich ein Meter Mist angesammelt, dort, wo die Schafe schliefen. Bis zu unserer Ankunft lebten hier tatsächlich noch Schafe, und in einem Gehege wurden ein paar Wildschweine gefüttert. Der Lac du Salagou? Unsichtbar. Alles musste erst freigelegt werden, bevor wir den Ausblick entdeckten, für den die Bergerie heute bekannt ist.
1990-1992 — Zwei Jahre Bauarbeiten, mit der ganzen Familie
Zwei Jahre Arbeit mit Familie, Freunden und Nachbarn. Auch die Kinder: mit elf oder zwölf schoben wir die Schubkarre, füllten den Betonmischer, verfugten die Ziegel. 1992 öffneten die ersten vier gîtes Bergerie — aus dem Schafstall selbst herausgemeißelt. Aus jener Zeit stammen noch die beiden großen Doppeltüren aus Metall, durch die die Tiere hinausgingen, das Dach mit römischen Ziegeln von Papillon und Mimosa, und zwei alte Brunnen. Während der Bauarbeiten hatten wir sogar noch eine Kuh und ein paar Schafe — die letzten vierbeinigen Bewohner des Schafstalls.
1997-2000 — Der Pool, und eine Familie mit Platzmangel
1997 kam der Pool aus dem Boden. 1998 begann unser Vater mit dem späteren Familienhaus. Zu fünft wohnten wir inzwischen in dem, was später Papillon und Mimosa werden sollte — daher stammt auch die Verbindungstür zwischen den beiden. Und im Sommer vermieteten wir Papillon, während wir uns alle in Mimosa drängten. Im Sommer 2000 wurden beide richtige gîtes. Papillon trägt den Spitznamen unseres Großvaters, der hier einige Jahre mit seiner Schwester gelebt hat.
2000-2004 — Zurück aus der Schweiz
Einer der Söhne war 2000 in die Schweiz zum Arbeiten gegangen; 2002 kam er zurück. Sein Vater schlug ihm daraufhin vor, gemeinsam zwei neue gîtes am Ende des Schafstalls zu bauen: Lavande und Garrigue, fertig im Sommer 2004. Lavande, weil unsere Mutter Lavendel liebt; Garrigue, weil das gîte auf die Garrigue blickt.
2008-2009 — Die Bergerie vollendet
Dann kamen die drei gîtes Salagou, ein neues Gebäude in Verlängerung des Schafstalls, fertiggestellt im Sommer 2008 — drei gîtes, gebaut für den weiten, absteigenden Blick über den See. 2009 vollendete das Haus am Ende der gîtes Salagou die Bergerie. Elf gîtes, entstanden aus dreißig Jahren Bauen in Familienarbeit.
Heute — Drei Generationen auf der Domäne
Unsere Eltern wohnen nach wie vor hier, im Mas Delon — ein Ortsname, der schon lange vor unserer Ankunft bestand. Drei Generationen begegnen sich auf der Domäne, und es ist immer jemand da, um Sie zu empfangen. Nach mehr als fünfunddreißig Jahren hat sich die Antwort auf die Frage „warum weitermachen?" nicht geändert: das ist kein Vermietungsbetrieb, das ist unser Leben.